Grundidee

  • Wir wollen die Verantwortung unserer Lebensgrundlagen, der Landwirtschaft, übernehmen und uns Zeit dafür einräumen.
  • Die Zusammenarbeit hilft uns, Zusammenhänge von Boden, Jahreszeiten, Wachstum und eingesetzter Arbeit wahrzunehmen. Dadurch gewinnen wir Grundlagen für unsere Entscheidungsfreiheit.
  • Das gemeinsame Kultivieren ermöglicht viel Austausch und ist zugleich ein Übungsfeld für Selbstverantwortung und Mitbestimmung.
  • Ein Kernanliegen der solidarischen Landwirtschaft ist die Mitarbeit der Mitglieder. Rechnen wir mit 80 Gemüseabos an 2 chleeblättern, oder 160 Abos an 1 chleeblatt, ergibt das ungefähr 90 Stellenprozente für die GärtnerInnen, welche die Organisation und Hauptverantwortung des Gartens übernehmen. Etwa nochmals soviel Einsatz verteilt sich auf die restlichen Mitglieder, was in etwa 4 Tage pro Person und Jahr entspricht.
  • Solidarische Landwirtschaft bietet den Beteiligten ganz verschiedene Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten einzubringen: alles rund ums Gärtnern, Leute anleiten, Buchhaltung führen, Webseiten betreuen, Artikel und Flugblätter schreiben, Vorträge halten, an Aktionstagen kochen, usw.
  • Die gesamte Ernte soll unter den Vereinsmitgliedern aufgeteilt werden. Einmal wöchentlich wird das Gemüse in einen Keller in Langnau und Trubschachen geliefert. In Kisten wird der Inhalt der entsprechenden Anzahl chleeblätter zum Abholen bereitgestellt.
  • Da wir sehr darauf bedacht sind, kein Gemüse wegwerfen zu müssen, können die Mitglieder  Gemüse, dass sie zuviel bekommen in  die „Überschuss" bzw. "Schenk"-Kisten legen. Es ist so für alle möglich, von der zugeteilten Menge nur soviel mitzunehmen, wie sie brauchen. Sie können sich im Gegenzug bei den „Überschuss-Kisten“ bedienen, wenn der Bedarf höher ist.
  • Bleiben Reste nach dem Verteilen, werden diese verschenkt
  • Zum Thema Finanzen haben wir uns folgende Überlegungen gemacht und möchten und uns in folgende Richtung weiter entwickeln:
    • Der finanzielle Aufwand für Pacht/Miete, Saatgut, Geräte und Existenz der GärtnerInnen wird anfangs Saison allen zugestellt. Daraus wird ersichtlich, wieviel jeder im Schnitt zu tragen hat
    • Anhand dieser Information und der eigenen finanziellen Mittel legen die Mitglieder ihren Jahresbeitrag selber fest. Ist das Budget für die nächste Saison mit den eingegangenen Zahlen gedeckt, können die Verträge abgeschlossen werden und los geht’s. Reicht das Geld nicht aus, treffen wir uns und suchen Wege, um das Budget gemeinsam auszugleichen.
  • Wir versuchen beweglich zu bleiben, so dass weitere Bauernhöfe aus der Region ihre Produkte  in die Keller  liefern können.
  • Wir wollen die Menschen in unserer Region so zusammenführen, dass wir bald gemeinsam die umliegenden Bauernhöfe tragen können, damit Land, Pflanzen, Tiere und Menschen sich erholen und immer gesündere Lebensmittel entstehen können.